Feuer der Rebellion

Militärischer Einsatz der Allianz

Kommandanten:

Sir Durval Richtwald

Hauptmann Garren Lennox

Oberleutnant Tolok Reogolus

Valerian Anderson

Streiter:

Die Löwenvorhut (Allianz)

Rebellen der Horde (Vol'jin)

Feinde: Die Kor'kron (Höllschreis Horde)

Forum

Leodera Weißensee tupfte sich mit einem Tuch den Schweiß von der Stirn und ihre Haltung verriet, dass ihre Plattenrüstung in der Hitze scheinbar ihr Gewicht verfünffacht zu haben schien. Es war zwar schon Abend, als man die südliche Küste von Durotar erreicht hatte, aber entweder waren sich die örtlichen Witterungsbedingungen darüber nicht bewusst oder dieser verdammte, öde, sandige Landstrich hatte die verteufelte Angewohnheit, selbst um die 22. Stunde noch mit den widerlichsten Extrembedingungena aufzuwarten.

Ein leises Seufzen entfuhr der Paladin und sie blickte sich in der Schlucht um, in der die Truppen bereits ihre Nachtlager aufgestellt hatten. Ein kleines Lagerfeuer flackerte auch vor sich hin. Fast hatte es etwas gemütliches, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass es in seiner Nähe gar noch heißer war als ohnehin schon.
Der Blick der Paladin blieb für einen Moment an Oberleutnant Tolok Reogolus haften. Wie hatte der Soldat diese Bedingungen nur über die vergangenen Wochen aushalten können. Weiter wanderten ihre Augen zu den Ordensmitgliedern und einigen Soldaten der Neunten Kompanie und für einen Moment wurde sie tatsächlich von so etwas wie einem Schuldgefühl erfasst. Auch wenn ihr klar war, dass sie an den Marschbefehlen nicht das geringste hätte ändern können, selbst wenn sie vor den Offizieren des Oberkommandos auf die Knie gefallen wäre, so wurde sie dennoch von dem Gefühl der Mitschuld erfasst, sollte auch nur einer der Männer und Frauen hier zu Schaden kommen.

Rasch schüttelte sie den Gedanken wieder ab. Außerdem war doch bislang alles verhältnismäßig gut gegangen, wenn man von dem kleinen Zwischenfall bei der Überfahrt in der Nähe von Vashj'ir absah. 'Kleiner Zwischenfall', ja das waren die Worte, die ihre Gedanken unbewusst für die Beinah-Zerstörung des Schiffes wählten, um Leoderas Zuversicht nicht weiter zu torpedieren. Und Zuversicht würden sie alle nun auch brauchen.

Denn vor ihnen lag nun die vielleicht härteste Prüfung in ihrer aller Leben: Das Unterstützen der zahlenmäßig gegen die dem Kriegshäuptling loyal ergebenen Kor'kron weit unterlegenen Rebellen.
Nadelstichangriffe, Sabotage, Halten der Stellung... Mehr schien in der aktuellen Situation nicht möglich. Und jeden Tag grüßte die Aussicht auf ein schnelles Überrantwerden aufs Neue; ihr aller Schicksal zusammengeschweißt mit dem jener, die man über nunmehr 30 Jahre hinweg erbittert bekämpft hatte.

Aber Leodera wusste, dass das bei Weitem nicht alles war. Die Allianz zählte auf diese kleine Einheit. Denn dass diese Mission nicht aus reiner Rebellenfreundlichkeit durchgeführt wurde, war ihr nur allzu klar. 'Löwenvorhut'. So ward der Name ihrer Unternehmung genannt. Eine Vorhut, um eine Basis einzurichten, zu erkunden, den Küstenstreifen zu sichern und so für eine mögliche Invasion der Allianz den Weg zu bereiten.

'Orgrimmar wird fallen! Und sie alle würden einen großen Anteil daran haben.' Eine Mischung aus Hoffnung und Trübsal überfiel die Paladin bei diesen Worten. Hoffnung auf ein baldiges Ende dieses 30jährigen Massensterbens, Trübsal über die Taten, die dafür notwendig waren.

Noch einmal ließ Leodera ihren Blick durch die Schlucht im Süden Durotars wandern, in der sie für heute Nacht lagern würden, ehe es dann morgen weiter nach Tiragarde gehen würde. Jeder einzelne Krieger in ihrer Nähe wurde für einen Moment mit einem undeutbaren Blick bedacht. 'Möge das Licht diese tapferen Männer schützen, die ihr Leben riskieren, um ihren Anteil an der Beendigung dieses so endlos erscheinenden Krieges beizutragen.' Langsam wandte sie sich dann um, um sich zur Ruhe zu begeben.

Verlauf der Ereignisse

Der Soldat, der Söldner und der Orc...

Alles fing mit einem orcischen Clan, den Schwarzwölfen, an, der die Aufmerksamkeit der Allianz erregte, als er von den Sümpfen des Elends aus mordend durch die Randgebiete ihres Territoriums gen Norden zog. Eine von einem Adelsmann der Allianz, Lord Thyvin Daker, angeheuerten Söldnertruppe unter einem Valerian Anderson setzte den Orcs bis ins Arathihochland und von dort bis ins Brachland nach.

Schnell wurde die Situation, die dort vorherrscht, klar. Kriegshäuptling Garrosh Höllschrei hat alle seine orcischen Krieger zur Elite der Kor'kron aufsteigen lassen, sie ausgerüstet und ist nun dabei, das Brachland ob aller möglichen Ressourcen auszubeuten. Die Tauren und Trolle hat er wohl verstoßen und gegen sich aufgebracht, sodass diese nun unter dem Trollanführer Vol'jin eine Rebellion gegen ihn in die Wege geleitet haben und seine Bemühungen im Brachland torpedieren, seine Vorräte stehlen.

Die Söldnertruppe unter Anderson traf schließlich auf Urkosh Donnerknall und seinen Schwarzwolfclan sowie unabhängig davon ein kleines Allianzkommando unter Oberleutnant Tolok Reogolus. Während die Söldner und die Allianzler sich schnell verbündet und Informationen ausgetauscht haben, war die Kontaktaufnahme zu den rebellischen Orcs schwieriger.

Letztendlich kam man auf neutralem Boden, in Ratschet, zu einem vorläufigen, zerbrechlichem Pakt, der in Zukunft eine weitere Zusammenarbeit gegen die Kor'kron ermöglichen soll. Die Söldner und die Allianzssoldaten spähten das Brachland und Durotar daraufhin weiterhin aus, sabotierten Höllschreis Horde so gut es ging und bereiteten am südlichsten Fuße Durotars in den Bergen ein Basislager für die Allianz vor.

Die Allianz rückt aus

Zurück in Sturmwind ließ der Söldner Anderson die Informationen, die seine Truppe und die des Oberleutnants, der in Kalimdor verblieben ist, dem Oberkommando der Allianz zukommen. Zusammen mit den Informationen des SI:7, in dessen Besitz Sturmwind bereits war, war nun fast alles über Höllschreis Machenschaften und die Rebellion unter Vol'jin bekannt. Der entscheidende Bruch in der Horde, welcher der Allianz den Sieg bringen wird.

Die vereinten Streitkräfte der Allianz sollten sich sammeln, um Orgrimmar anzugreifen. Doch zuvor musste der Kontakt mit den Rebellen aufrecht erhalten, in Durotar alles für die Anlandung vorbereitet werden. Ein Truppenverband, die Löwenvorhut, wurde unter dem Kommando von Sir Durval Richtwald zusammengestellt und, um der Blockade der Kor'kron vor der Küste Durotars zu entgehen, unter dem neutralen Banner des Dampfdruckkartells südlich in Durotar am vorbereiteten Basislager landen.

Der Kontakt mit den Rebellen wurde wieder aufgenommen. Das Basislager an der südlichen Küste war nur kurz besetzt und wurde als Spähposten und Rückzugsort zurückgelassen, während die Hauptmannschaft der Löwenvorhut die Ruinen von Burg Tiragarde besetzte und seine Verteidigung mit Holzpalisaden verstärkte.

Truppenbewegungen der Löwenvorhut
Gebietskontrolle: Allianz (blau), Rebellen (grün), Kor'kron (rot), umkämpft (orange)
Burg Tiragarde, befestigt

Tor'krens Hof

Nachdem die Löwenvorhut das Gebiet in Durotar und dem Brachland weiter ausgespäht hat, weitere, kleinere Nadelstichangriffe auf die Kor'kron erfolgten und die Verstärkung empfangen wurde, ging es weiter gegen die Kor'kron vor. Eine Schlacht bei einem nordwestlichen Hof gegen eine Truppe der Kor'kron.

Kampf bei Tor'krens Hof

Die Allianzler kämpften zusammen mit dem Schwarzwolfclan gegen Höllschreis Orcs und konnten sie zurückdrängen. Tor'krens Hof wurde daraufhin befestigt.

Gleichzeitig hat ein anderer orcischer Clan, der Donnersturmclan, einen weiteren Hof auf der östlichen Seite Durotars errichtet und ebenfalls eine Verteidigungsanlage aufgebaut.

Tor'krens Hof, befestigt

Die Kor'kron schlagen zurück

Aufgrund der Nähe von Tor'krens Hof zu Orgrimmar selbst kam es schnell zu einem Ausfall der Elite der Kor'kron. Die Orcs führten einen massiven Sturmangriff auf die Barrikaden des Lagers zu, während die Glevenwerfer der Horde die Verteidigung zerschmetterten. Es kam zu einer heftigen Schlacht mit den Allianzlern, bei welchen viele Orcs den Klingen der Löwenvorhut zum Opfer gefallen sind, die Masse sie jedoch letztendlich zum Rückzug nach Burg Tiragarde zwang.

Die Verstärkung der Rebellen konnte den Rückzug sichern, doch der Posten war verloren. Wunden mussten geleckt werden...

Tor'krens Hof, zerstört

Der orcische Nordhof

Nach kurzer Verständigung mit den Rebellen wurde der Donnersturmclan zu den Ruinen von Tor'krens Hof geschickt, um diesen wieder zu errichten. Die geschwächte Allianz hat dafür den Posten am nordöstlichen, orcischen Hof zur Verteidigung eingenommen und ist weiter gegen die Stoßtruppen und Vorposten der Kor'kron vorgegangen.

Nordhof, befestigt

Der Blockadenbruch

Und endlich war es soweit. Die Flotte der vereinten Streitkräfte der Allianz haben zusammen mit den Schiffen der rebellischen Horde, den Verlassenen und den Blutelfen, die Schiffe der Kor'kron versenkt und damit die Blockade durchbrochen. Während die Seeschlacht weitertobte und die Reste beseitigt, die Schäden repariert werden, wurde ein Schiff der Allianz von der Hauptflotte abgekapselt und setzte Segel nach Burg Tiragarde. Die 53. Kompanie unter Hauptmann Garren Lennox besetzte die Festung und diente der Löwenvorhut als Verstärkung.

Ihre Aufgabe war es nun, den Küstenstreifen vor dem Hafen von Orgrimmar zu sichern, dafür mehrere Lager der Kor'kron in den Bergen und am Strand selbst auszuschalten und den Hafen selbst auszuspähen.

Hafen von Orgrimmar, Verteidigung
Burg Tiragarde, Allianzmacht

Der Angriff auf den Hafen von Orgrimmar

Der Angriff hatte begonnnen. Die letzte Verteidigungslinie vor dem Hafen, sowohl zu Land, als auch zu Wasser, wurde von der Allianz besiegt. Während die Flotte, bestehend aus den stärksten Kriegschiffen der Allianz, der Horde und der Himmelsfeuer, den Hafen und seine Verteidigung unter starkes Kanonenfeuer nahmen, führte die Löwenvorhut zusammen mit der 53. Kompanie einen Flankenangriff auf die Hafenverteidigung durch. Die ersten Türme wurden schnell erstürmt und wie Verwüster und Hafenkanonen teilweise zerstört, während die Soldaten immer weiter vorrückten und sich den verteidigenden Kor'kron stellten.

Zugleich teleportierten sich Einheiten von den Schiffen zum anderen Ende des Hafens. Die Schlacht tobte wild. Viel Blut fließ und viele Soldaten starben im im aufgewirbelten Staub des Kampfes gegen die Orcs der Kor'kron, während zeitgleich ein mächtiger Protodrache viele der Schiffe zerstörte... und auch den Landtruppen Ärger bereitete.

Nachdem so gut wie fast die gesamte Hafenverteidigung ausgeschaltet war, erstürmte die Löwenvorhut einen der Hauptverteidigungstürme des Hafens, während die per Teleportation angelandeten Truppen von Allianz und Horde sich dem anderen wie den weiter aus Orgrimmar vorrückenden Kor'kron gewidmet haben.

Nachdem die Türme eingenommen werden konnten, konnte der große Protodrache vom Himmel geschossen und von den Klingen der anderen Streiter am Boden getötet werden. Höllschreis Loyalisten zogen sich damit zurück. Die Schiffe der Allianz setzten zur Landung an. Der Hafen war erobert.

Ansturm auf den Hafen

Vorstoß gegen die Blockade von Dranosh'ar

Nachdem der Hafen eingenommen war und während die Truppenlager errichtet waren, stoßen die vereinten Streitkräfte weiter gegen die Blockade von Dranosh'ar vor, um zu den Truppen der Rebellen vorzustoßen. Die Türme, die der Verteidigung dienten, wurden eingenommen oder zerstört, während sämtliche Kor'kron unter dem Vormarsch zusammenbrach. Immer weiter wurden sie zu den Toren von Orgrimmar zurückgedrängt.

Hinterhalt der Kor'kron

Die Löwenvorhut und die 53. Kompanie beteiligten sich an dem Vorstoß gegen die Blockade vor Orgrimmar. Jedoch erfuhr die Allianz durch Späher, dass Höllschreis Horde Verstärkung von den Truppen aus dem Brachland bekommen wird und sie den Rebellen oder den Truppen am Hintereingang von Orgrimmar in die Flanke fallen. Und hierfür sammelt sich fast die gesamte Streitmacht der Kor'kron im Brachland an der Bastion im Schluckmoor, im Brachland.

Da der Truppenverband der Löwenvorhut am meisten Erfahrung mit dem Gelände gesammelt hatte, wurde auch er geschickt, um die Verstärkung der Loyalisten der Horde aufzuhalten. Die 53. und 27. Kompanie sollten sie dabei unterstützen.

Im Brachland angekommen wurde auch sogleich die erste Stellung der Kor'kron vernichtet, die auf dem Weg zum Sammelort die Fernwacht, welche sich unter Rebellenkontrolle befand und den Wachposten zum Übergang nach Durotar darstellte, erobern wollte.

Das Öllager sowie die Verteidigungsposten, wo sich Höllschreis Horde letztendlich im Schlickmoor verschanzten, wurde vernichtet. In einer gewaltigen Schlacht wurden die größte Ansammlung der Kor'kron, die es im Brachland noch geben konnte, vernichtet. Doch die Allianzeinheit musste gewaltige Verluste dafür in Kauf nehmen.

Karte der Kor'kron

Das Ende der Löwenvorhut

Während die Löwenvorhut im Brachland kämpfte und schließlich zum Hafen zurückkehrte, rückte die Allianz zusammen mit den Rebellen schließlich weiter gegen die Blockade von Dranosh'ar vor, bis diese gefallen war und die Belagerung der Tore von Orgrimmar begann.

Doch die Soldaten der Löwenvorhut waren von den Monaten in Hitze Durotars, den endlosen Kämpfen gegen die Orcs und der notdürftigen Nahrung ausgelaugt. Und die 53. Kompanie hat trotz ihres Erfolges 3/4 ihrer Männer verloren. Somit erging der Befehl von Feldmarschall Rutlend, dass diese beiden Einheiten zurück in die Heimat kehren sollen.

Ein Teil der Löwenvorhut, der noch Willens war, zu kämpfen, ist in Durotar verblieben und nahm an dem Kampf gegen Orgrimmar selbst Teil. Die geschundenen Soldaten wurden mit einem Schiff zurück nach Sturmwind gebracht.