Goldenweiden

Die Kirche des Heiligen Lichts unterhält in allen Gebieten des Reiches Abteien, Kapellen und kleine Klöster. Die meisten davon befinden sich auf Kirchen eigenem Land, zu dem auch Höfe gehören, von denen aus das Land bewirtschaftet wird und durch dessen Erträge sich die Kirche mitunter finanziert. 

 

Beschreibung:
In Westfall, nördlich von Mondbruch und südlich des Goldküstensteinbruches/des rasenden Schlundes, jedoch mehr zu Mondbruch hin gelegen, befindet sich eine alte Kapelle, die zwar noch intakt ist, aber aufgrund des Verfalls Mondbruchs nur noch höchst selten genutzt wird. Bis auf wenige, eher flache Hügel ist das Land dort eben. Das Land um die Kapelle liegt weit genug vom Meer entfernt, um keinen versalzenen Boden zu haben. Hauptsächlich findet man hier Felder mit verschiedenen Kornarten, Gemüseanbau und Weiden für die Viehzucht.


Von dem Weg welcher von Norden nach Mondbruch hineinführt zweigt einmal einige wenige Kilometer nördlich von Mondbruch ein Weg zu der alten Kapelle ab und noch einmal einige Kilometer nördlich davon ein Feldweg zu einigen Höfen. Bei diesen kann man schon von direkter Nachbarschaft zueinander sprechen, natürlich nicht, wenn man städtische Maßstäbe zu Grunde legt. Denn jedes Gebäude ist von Scheunen, Ställen, kleinen Weiden und ähnlichem umgeben und auch wenn sämtliche Höfe an dem sich teilweise doch etwas windenden und sehr langen Weg liegen, ist zwischen ihnen so doch immer mindestens noch einige hundert Meter Abstand. Drei Höfe liegen, wenngleich auch an dem Weg, doch recht weit abseits und ziemlich für sich abgelegen.

Von einer wirklichen Siedlung kann also nicht gesprochen werden. Lediglich einige wenige Höfe verfügen über mehr als nur ein oder zwei Wohnhäuser. Eine Art kleines Anwesen, nicht mehr als ein bescheidenes Herrenhaus, liegt ebenfalls an dem Weg, der gar in Form eines Feldweges parallel zum eigentlichen Nord-Süd-Weg im Westen Westfalls verläuft und noch weit vor dem Goldküstensteinbruch wieder auf den Hauptweg zurückführt. Die Ackergrenzen zwischen den einzelnen Feldern werden teilweise wie üblich durch Grenzsteine verdeutlicht, teilweise aber auch von natürlichen Grenzen in Form kleiner Bäche getrennt, welche für eine recht gute Bodenqualität sorgen.

 

Geschichte:
Mondbruch und mit Mondbruch sowohl die Kapelle als auch sämtliche Höfe fielen den Orcs im ersten Krieg zum Opfer, wenngleich die Kapelle und die Höfe nicht so verheert wurden wie die Stadt selbst. Mit dem Wiederaufbau Mondbruchs nach dem Sieg der Allianz im zweiten Krieg folgte auch wieder die Bewirtschaftung des Landes und die Instandsetzung der Kapelle, doch lediglich, um seit dem Erstarken der Bruderschaft der Defias und der drastischen Verschlechterung der Lage in Westfall mehr und mehr unter den vorherrschenden Zuständen zu leiden. Trotz dieser Widrigkeiten, wovon auch die Bauern auf dem Land der Kirche nicht verschont blieben und besonders, da das Militär nicht über die nötigen Ressourcen verfügte, entsandte die Kirche einen Teil ihrer Paladine, um für den Schutz der Höfe und der dortigen Bauern zu sorgen.
Letztlich muss man jedoch festhalten, dass zwar im Kleinen die weitere Bewirtschaftung ermöglicht wurde, die Bauern jedoch einen hohen Preis dafür zahlen mussten, gelang es den Paladinen doch mehr schlecht als recht, den Schutz aufrecht zu erhalten, als ganz Westfall unter der Bruderschaft der Defias litt. Selbst nach dem Tod van Cleefs und auch nun dessen Tochter, die kurzzeitig die Zeiten der Bruderschaft erneut ausrief, hat sich die Lage nicht wirklich verbessert.
Zwar sind es nun weniger Überfälle, Erpressungen, Morde und andere Gewalttaten, derer sich die Bauern erwehren müssen, doch ist die Anzahl derer, die aus Hunger Ernte und Vieh stehlen durch die unzähligen Obdachlosen und Hungernden derart gestiegen, dass das Land erneut am Rande einer Unbewirtschaftbarkeit steht. Des Weiteren nahmen aus bislang ungeklärten Umständen die Überfälle in der Region wieder zu, was dazu führte, dass aus diesen Ländereien kaum noch Erträge an die Kirche fließen.

Nachdem der erste Verwalter von Goldenweiden während dem zweiten Aufstieg der Bruderschaft der Defias unter Vanessa van Cleef ums Leben kam, wurde die Verwaltung und der Schutz vom verantwortlichen Bischof an Lady Astaria Heldane und ihren Orden seitens und in Vertretung eines Bischofs der Kirche des Lichts übertragen.

Bis auf ein jüngstes Ereignis, wo die Miliz des Großbauern Averys aus den Dolchhügeln einen Angriff auf die westlichen Höfe Goldenweidens durchführte, die Gebäude niederbrannte und die dortigen Bauern tötete, ist Goldenweiden seitdem einigermaßen sicher und bis auf ein paar kleine Ärgernisse, wie Schmalspurganoven, Landstreicher und Gnolle bleiben die Bewohner vor größeren Übeln verschont.

Inzwischen wurden die Höfe wiederaufgebaut und neu besiedelt. Die Verteidigung von Goldenweiden wurde verstärkt und die Bewohner im Kampfe ausgebildet.

Verwaltung

Das Land von Goldenweiden gehört der Kirche des Heiligen Lichts und befindet sich unter der Verantwortung des amtierenden Bischofs von Westfall. Er übertrug die Verwaltung und den Schutz an Paladin Astaria Arcados (geb. Heldane) und den Orden der Klingen Tyrs.

Goldenweiden befindet sich auf dem Territorium von Sturmwind, wodurch auf seinem Grund das Gesetz des Königreichs gilt.

Wirtschaft

Was aus Goldenweiden gewonnen wird:

  • 45% Getreide
  • 20% Wollstoff
  • 17% Obst und Gemüse
  • 15% Fleisch und andere tierische Produkte (z.B. Eier, Milch,...)
  • 3% Leinenstoff

 

Verteidigung:

Gerade mit dem Auftauchen der Westfallbriganten und Averys Miliz wurde die Verteidigung von Goldenweiden nach militärischen Plänen der Armee von Sturmwind verstärkt. Zentral verteilt in Goldenweiden befinden sich drei einfache, immer besetzte Wachtürme aus Holz, welche den Norden, Südwesten und Südosten beinahe komplett überblicken können.

Tag und nachts gibt es eine Patrouille aus zwei Mann zu Pferd, welche zwischen den Höfen pendelt. Jeder Hof verfügt über eine Nachtwache aus zwei weiteren Mann.

Die Bewohner von Goldenweiden wurden an der Waffe ausgebildet und verfügen über eine milizähnliche Organisation. Die Patrouille und Nachtwache besteht meist aus den besten Kämpfern. Sie sind mit Kettenbrustpanzern- und Stulpen sowie Schwert und Schild ausgerüstet.

Beim Ruf zu den Waffen greifen die anderen Bewohner ebenfalls zum Schwert, zum Dolch, zur Axt, zum Hammer oder zum Bogen oder zur Armbrust.

Bewohner:

Die Bewohner von Goldenweiden, etwa 100 an der Zahl, bestehen ausnahmslos aus Bauern und Feldarbeitern, obgleich ihre Tätigkeit sich je nach Hof gelegentlich etwas unterscheiden dürfte. Doch wenn es Arbeit zu erledigen gibt oder Not herrscht, dann halten sie zusammen.

Die Menschen Goldenweiden's sind sehr gläubig und trotz der Widrigkeiten, die in Westfall anherrschen, sehr nett und hilfsbereit, wenngleich natürlich nicht naiv und unvorsichtig. Doch oft kam es schon vor, dass sie Hungernden und Landstreichern über den Winter in ihren Scheunen haben hausen lassen und ihnen das geschenkt haben, was von der Ernte überschüssig ist.