Nordend: Der Fall von Uthers Wacht

Militärischer Einsatz der Allianz

Kommandanten:

Großmeisterin Astaria Heldane,

Kommandant John Arcados

Streiter: Die Allianz
Feinde: Kult der Verdammten (Geißelreste)

 

Der Fall von Uthers Wacht

Der junge Wachsoldat rieb sich die kalten Hände und versuchte so wieder etwas Leben in die klammen Gließmaßen zu bringen. Seine grünen Augen spähten in die Nacht hinaus und suchten die seichten Hügel bis hin zum Wald immer wieder nach Bewegungen ab. Bodennebel war aufgezogen und das machte seine Bemühungen nicht einfacher.

Würde er noch etwas ansteigen, noch etwas dichter werden, war es denkbar, dass sich jemand – oder etwas - in der Deckung der dichten Schwaden in Bodennähe an den kleinen Außenposten, der als Uthers Wacht bekannt war, heranzupirschen vermochte.

Der Lichkönig war längst besiegt und die Allianz hatte, wie auch der Argentumkreuzzug, in diesen Gebieten gute Arbeit geleistet und doch blieben die Grizzlyhügel mit ihren Wäldern, Klippen und Hügeln immer noch ein unüberschaubares, nicht wirklich als sicher geltendes Gebiet. 

Es folgte wieder ein wachsames Sondieren der Umgebung von dem Soldaten im Wappenrock Sturmwinds. Stolz prangte der Löwe auf seiner Brust und stolz war er auch gewesen, als er vor wenigen Wochen vom Range des gemeinen Soldaten in den Rang eines Gefreiten erhoben worden war. Dem Reich, dem Volke Sturmwinds und der Allianz dienen - davon hatte er geträumt seit er noch ein Kind war. Gute 10 Jahre waren seither vergangen und hier war er nun: Gefreiter Telian Hall im Dienste seiner Majestät, des Königs Varian Wrynn von Sturmwind. Die Haltung schien gleich ein wenig aufrechter zu werden, das Kinn etwas höher gereckt. Für ihn mit seiner bäuerlichen Herkunft und zunächst als Halbwaise, dann als Vollwaise, aufgewachsen, war dies etwas ganz besonderes. Er schrieb den wenigen Freunden in Sturmwind nur selten, aber in den Tagen nach der Beförderung hatten sie daheim alle Briefe erhalten, die vor Freude und Euphorie nur so strotzten. Er würde es noch zum Offizier bringen, hatte er geschrieben und in jugendlichem Überschwang auch, dass er sicher als Held zurück nach Sturmwind käme, gefeiert und bejubelt, so wie einst Anduin Lothar.
Telians Augen begannen noch etwas mehr zu strahlen bei diesem Gedanken, als sie wieder die Umgebung bis hin zum entfernten Waldrand sondierten. Sein Blick wanderte auch kurz zu seiner Kameradin, der Soldatin, die mit ihm zusammen heute Nachtwache stand. Sie war eine hübsche junge Frau, fand Telian. Die blonden Haare, die ihr zartes Gesicht umrahmten, das zarte Stupsnäschen, die vollen Lippen und die nahezu perfekte Figur, die selbst die wuchtige Plattenrüstung nicht ganz zu verbergen mochte. Vielleicht würde er sich eines Tages sogar trauen, um sie zu werben...

Als ob die junge Soldatin seine Gedanken erahnt hätte, erwiderte sie seinen Blick und lächelte ihn an. Telian errötete sofort, als er nun ertappt schien und lediglich die Dunkelheit bewahrte ihn davor, dass sie seine Verlegenheit zu erkennen vermochte. Rasch richtete er seine Augen wieder in die Nacht. 
Still lag das hügelige Land noch immer vor ihnen und nur hinter ihnen aus dem Lager des kleinen Außenpostens drangen leise Geräusche zu den beiden Wachen: Das leise Knacken des Feuerholzes, das Schnarchen der Soldaten, irgendwo schien jemand mit einem Wetzstein sein Schwert zu schleifen und ab und an näherten sich schwere klirrende Schritte, wenn einer der weiteren Soldaten, oft auch ein Unteroffizier, seine Runde durch das Lager machten, um zu schauen, ob noch alle Diensthabenden auf Posten und auch noch wach waren. 

Ruhig war es in den letzten Tagen und Wochen gewesen – vielleicht zu ruhig - und die Monotonie zehrte an der Aufmerksamkeit und Vorsicht der Krieger. Der Kommandant des Außenpostens war ein erfahrener Soldat und so wusste er natürlich um diesen Umstand. Doch Telian wusste auch, dass es bei diesen Kontrollgängen nicht allein darum ging. Es war mittlerweile Herbst geworden und die Nächte in Nordend waren kalt, manchmal so kalt, dass es einem wirklich vor dem Winter grauste, der noch kommen würde, und sollte es passieren, dass jemand auf seinem Posten einschlief, in Rüstung, ohne Decken oder einem wärmenden Feuer, könnte es nur allzu leicht sein, dass dieser Schlaf dem ewigen weichen würde und er nie wieder aufwachen würde. Als der Unteroffizier bei seinem Kontrollgang Telian und seine Kameradin passierte, salutierten beide zackig militärisch und kurz darauf folgte die verlangte Meldung: 'Alles ruhig, Herr Feldwebel.' Ein 'Weitermachen!' war die Erwiderung in dem tiefen Bariton der Stimme des Vorgesetzten, als dieser weiterschritt und die beiden Wachen starrten wieder auf die nur allzu bekannten flachen Hügel und den dahinterliegenden Wald.

Etwas höher war der Nebel nun gestiegen und umwaberte mittlerweile auch die Knie der Soldaten. Ein leiser Stoßseufzer entfuhr Telian, als er die immer höher steigenden, dichten und undurchsichtigen Schwaden bemerkte. Es hatte den Tag über geregnet und so war der nächtliche Bodennebel nichts unnatürliches und doch befiel den Gefreiten mehr und mehr ein Gefühl der Beklemmung und Unsicherheit. Sein Blick schien noch etwas aufmerksamer als zuvor zu werden. Wenn sich etwas in den weißen Schwaden zu verbergen suchte, würde er es entdecken. Nebel hin oder her, seiner Aufmerksamkeit würde nichts entgehen. Egal, ob es sich um Bären, Wölfe oder Geißeldiener handelte, von denen die Patrouillen in der letzten Zeit zwar immer wieder kleinere Begegnungen meldeten, die er aber noch nie selbst zu Gesicht bekommen hatte. Die Untoten müssten auch dämlich sein, sich mit einem Posten voller ausgebildeter Allianzsoldaten anzulegen, dachte Telian. Sie alle hatten trainiert, waren genau für solche Begegnungen ausgebildet worden und er selbst konnte die Eigenschaften und die Dinge, die beim Kampf gegen Geißeldiener zu beachten waren, im Schlaf herunterbeten.

Geißel... Ein verächtliches Schnauben entfuhr ihm. Ganz unbewusst gab er den Laut von sich und seine Kameradin blickte ihn einen Moment verwirrt an. 'Hast du etwas gesehen?', fragte sie leise. Ihre Augen schienen sich, ein wenig zu weiten, die Haltung wirkte plötzlich angespannter und ihr Blick wechselte unruhig zwischen ihm und dem Punkt, zu dem er in seinen Gedanken versunken geschaut hatte, hin und her. Offenbar war er nicht der einzige, den der Nebel beunruhigte.
'Nein, nein. Ich...war nur in Gedanken. Verzeih.', murmelte er vor sich hin, blickte dann zu ihr und grinste ein wenig. 'Angst?', fragte er schelmisch.
'Nur davor, dass du irgendwann mal draufgehst, weil du einen Angriff vertagträumst.', erwiderte sie in gespieltem Vorwurf, ehe sie seinem Grinsen mit einem freundlichen Lächeln begegnete.

Schmunzelnd richtete er sein Augenmerk wieder auf den Waldrand. Und erstarrte. War dort nicht irgendwas? Irgendeine Bewegung in der Nacht? Seine Augen verengten sich und gebannt starrte er in die Dunkelheit. 'Hast du das auch gesehen?' Er sprach nun mit gesenkter Stimme. 
'Was?', fragte die Soldatin und folgte seinem Blick. 
'Da hinten am Waldrand hat sich was bewegt.'
Die Soldatin bemühte sich etwas zu erkennen, doch alles, was sie in der Dunkelheit sah, war das flachhügelige Land und weiter hinten der in vollkommener Ruhe liegende Wald. 'Sehr witzig. Lass die Kinderspielchen. Das hier ist Ernst. Und abgesehen davon schaffst du es sowieso nicht, mir Angst einzujagen.', mahnte die Soldatin. Und doch sagte alles an ihrer Haltung aus, dass ihr die Worte des Gefreiten sehr wohl Unbehagen bereiteten. 
Telian starrte weiter auf den Punkt, an dem er die Bewegung gesehen zu haben glaubte. Doch auch er musste nun feststellen, dass die Bäume und Sträucher, soweit er es auf die Distanz erkennen konnte, in absoluter Ruhe lagen. Kurz schüttelte er den Kopf. Er hatte viel darüber gehört, wie Anspannung, Angst oder zu wenig Schlaf dazu führen konnten, dass der Verstand einem Streiche spielte. Und nun war er wohl erstmalig Opfer dieses Umstandes geworden. Immerhin hatten die Meldungen über Untote von den Patrouillen und auch den Allianzstützpunkten in der Nähe in letzter Zeit stark zugenommen. 'War wohl nur Einbildung.', murmelte er vor sich hin.
Die Wachsoldatin nickte verstehend. Sie hatte ihm wohl angemerkt, dass er sich ernsthaft sorgte und dies nicht ein Versuch war, ihr Angst zu machen. 'Der alte Kiran macht bestimmt gleich seine Runde. Dann gibt es heißen Kaffee.', versuchte sie Telian aufzumuntern. 
Kiran, die gute Seele des Außenpostens, gehörte eigentlich dem Versorgungszug der Westfallbrigade an, war aber für Uthers Wacht abgestellt worden und hatte bei Errichtung des Postens zusammen mit der 50 Mann starken Allianztruppe dort Quartier bezogen. Der alte Herr war längst in ein Alter gekommen, in dem es nur allzu verständlich gewesen wäre, dass er die Ruhe und das heimatliche Gefühl von Sturmwind dieser unüberschaubaren Wildnis vorziehen würde. Doch wenn man ihn darauf ansprach, so erwiderte er jedesmal, dass in Sturmwind weder eine Frau noch Kinder auf ihn warten würden und die Menschen, die er als seine Familie ansähe, jene Männer und Frauen seien, die Jahr ein, Jahr aus mit ihm Seite an Seite dienten, um das Reich und das Volk zu schützen. Und so blieb er und kümmerte sich um das leibliche Wohl der Soldaten, brachte nachts oder an kalten Tagen heiße Getränke herum, bekochte die Leute, sprach mit ihnen, munterte auf und schien für jeden einzelnen ein Lächeln übrig zu haben. Und die Männer dankten es ihm mit aufrichtigem Dank und ehrlicher Bewunderung.
Ein kurzes Lächeln huschte über Telians Gesicht, doch verging es sofort wieder, als er sich gewahr wurde, dass der Nebel sich noch etwas höher geschlichen hatte. Hüfthöhe hatten die wabernden Schwaden nun erreicht und das in nur wenigen Minuten. War das normal, dass sie so schnell so hoch anwachsen? Skeptisch legte er die Stirn in Falten. Die Witterung war zwar feucht gewesen, aber würde das wirklich für so eine hohe Mauer aus undurchdringlichem Weiß ausreichen?
Der Gefreite fuhr mit einer plattenbehandschuhten Hand durch die dichten Schwaden und zu seinem Erstaunen musste er feststellen, dass diese in keinster Weise auf den Luftzug reagierten. Weder stoben sie auseinander, noch schienen sie zu verwirbeln, wie es zu erwarten gewesen wäre. Es war, als würden Hand und Nebel nicht in derselben Realität, sondern irgendwie nebeneinander her existieren.

Telian wollte ansetzen, etwas zu sagen, auch wenn er selbst noch nicht einmal genau wusste, was. Seine Lippen öffneten sich. Er blickte zu seiner Kameradin. Ein Geräusch von Metall auf Metall erklang, seltsam schabend, seltsam unwirklich. Die Soldatin erwiderte seinen Blick...nein, sie starrte ihn an, die Augen panisch, wissend...leer. Der Mund der jungen Frau öffnete sich, doch statt Worten quoll nun Blut aus ihnen hervor. Schwarz wirkte die Flüssigkeit in der Dunkelheit, die über das Kinn lief und Wappenrock wie Boden nässte. Telian wollte sie noch auffangen, sie stützen, doch vergebens. Bevor er reagieren konnte, knickten die Knie unter der schweren Last ihres gerüsteten Körpers ein und die Frau ging zu Boden.
Entsetzt starrte er auf den Leichnam seiner Kameradin. Fassungslos wurde er sich des Speeres Gewahr, der in ihrem Rücken steckte, so tief, dass er sie fast durchbohrt haben musste. 
Und hinter der Leiche ragte nun der Feind auf, der ihr dies angetan hatte: Aschfahle graue ledrige Haut spannte sich über die Schädel der Gestalt. Dreckig war das Haar, das von ranzigem, eingetrockneten Blut in einer grotesken Frisur gehalten wurde. Aus verwaisten Augenhöhlen starrte der Untote den Gefreiten an. Und so schrecklich, so angsteinflößend dieser Blick auch sein mochte, so gab es an dieser Kreatur etwas, was Telian noch weitaus mehr Erschaudern ließ, auch wenn er nicht zu vermocht hätte, warum. Der Wappenrock! Über der verbeulten, rostigen und längst nicht mehr glänzenden Rüstung trug dieses Wesen den in Fetzen hängenden, verschlissenen Wams des Argentumkreuzzuges.

Telian kämpfte gegen Schock und Ekel an. Seine Kameradin war tot. Nun war es an ihm, den Lagereingang zu halten. Er zog sein Schwert, hielt den Schild vor sich, um sich zu schützen, ganz wie gelernt, und wappnete sich für den kommenden Kampf. Ehemaliger Kreuzfahrer oder nicht, der dreckige Untote würde für seine Tat bezahlen.
Sich wieder seiner Pflicht besinnend, setzte der junge Gefreite nun an, das Lager zu alarmieren. 'Alarm! Untote! Nordseite!' ertönte der Schrei in der Nacht.
Telian holte zu einem Hieb gegen den Untoten aus, wollte ihn mit seinem Schwert enthaupten, ihn bezahlen lassen, seine Kameradin rächen. Blanker Hass schien die Klinge in diesem Moment zu führen. Keine Spur mehr von Angst oder Hader. Totale Fixierung auf den Feind.
Doch so bemerkte er nicht die weiteren Gestalten, die neben ihm aus dem Nebel auftauchten...

Erst als ein Ghul ihn von seinem Hieb zurückriss und ein weiterer Untoter ihm dessen Schwert durch Rüstung und Leib rammte, als jeder Versuch sich zu wehren, sich zu befreien vergebens war, sah Telian, wie groß dieser Fehler war. 
Eisiger Schmerz durchfuhr seinen Körper und Telian sackte zusammen, erst auf die Knie, dann auf den Rücken. Blut sammelte sich in der Rüstung und der Gefreite spürte, wie sich die eisige Umarmung des Todes um ihn legte.
Aus dem Lager drangen die Geräusche des Kampfes wie aus weiter Ferne an seine Ohren. Überall stürzten die noch schläfrigen Soldaten aus den Zelten, Rüstungen wurden angelegt, Schwerter klirrten aufeinander, Kommandos wurden gebrüllt, Palisaden niedergerissen. Die Untoten schienen nun von allen Seiten über das Lager herzufallen. Telian hörte die Schmerzensschreie der Verwundeten und Sterbenden und die Verzweiflung und Panik in den Stimmen der Kämpfenden.
Der Priester des Außenpostens stimmte ein Gebet an, um die Soldaten zu stärken. Doch als mehr und mehr Männer und Frauen des Außenpostens fielen, ging er dazu über, das Heilige Licht um Frieden für ihre Seelen zu bitten. 'Licht, gewähre diesen Seelen deine Gnade und schenke ihnen ihren ewigen Frieden...'. Die Worte schienen auf seltsamem Wege die Geräusche der Schlacht irgendwie zu durchdringen. Es waren die letzten, die der Gefreite vernahm. Der Außenposten Uthers Wacht war gefallen und die tapferen Männer und Frauen, die diesen Posten besetzten, mit ihm.
'Ich habe versagt.', dachte Telian. 'Ich habe sie alle enttäuscht...' In einer allerletzten Geste bettete sich seine Rechte auf seine Brust, wo der Löwe noch immer stolz auf dem Wappen prangte.

Situation zu Beginn:

Gegen Ende des Kataklysmus, als sich alle Kräfte auf Todesschwinge und den Schattenhammer sowie die Abwendung der Stunde des Zwielichts fokusiert haben, nahm eine kleine Gruppierung des Kults der Verdammten diese Ablenkung zu ihren Gunsten. Ein mächtiger Nekromant hatte den Aufstieg zu einem Lich abgeschlossen, viele Nekromanten und Akolythen der Verdammten unter sich versammelt und die Kontrolle über einen großen Teil an Resten der Geißel übernommen.

Von Zul'Drak aus attackierten seine Diener die Stützpunkte des Argentumkreuzzugs, der Allianz und der Horde gleichermaßen. Während der Argentumkreuzzug noch über genügend Ressourcen verfügte, um seine Basen erfolgreich zu verteidigen und offensiv gegen den Lich vorzugehen, trieben die Untoten die Horde und die Allianz in den Grizzlyhügeln in die Bedrängnis.

Kleine Außenposten wie Uthers Wacht von dem Lager der Westfallbrigade wurden einfach überrannt. Im Zuge dessen wurde Verstärkung angefordert, die von Paladin Heldane und ihrem Orden wieder organisiert und zum Zielort geführt wurde, obgleich sie später das Kommando an John Arcados abgegeben hatte. Dieses Mal stellte Sturmwind auch die Unterstützung von Soldaten zur Verfügung. Ebenfalls begleitet wurde die Truppe von einer Forschergruppe der Gnome.

Ablauf der Geschehnisse:

Nachdem die Kampftruppe zusammengestellt war, segelten sie mit einem Schiff nach Nordend, nach Valgarde im Heulenden Fjord. Von dort aus traten sie den Marsch zum Lager der Westfallbrigade in den Grizzlyhügeln an. Marode Brücken, eine elende Kälte, ein noch belebtes Dorf der Vrykul und einer Versorgungskarawane der Tanuka, mit welchem es zu einem kurzen Kampf kam, verzögerten ihr Vorankommen. Doch letztendlich trafen sie im Lager der Westfallbrigade ein, dessen Verteidigung und dessen Männer bereits stark unter den Angriffen der Untoten gelitten haben.

Nachdem sie im Lager der Westfallbrigade einquartiert waren, errichtete die Truppe mithilfe der Soldaten der Westfallbrigade und den Gnomen innerhalb ihren Reihen einen starken Verteidigungsring, bestehend aus Palisaden, Stachelbarrikaden, Graben, Stachelgruben, Stolperfallen und einem Feld aus gnomischen Mienen. Jede Streitmacht hätte es über einen längeren Zeitraum aufgehalten und zusammen mit Schützenfeuer aus den Wachtürmen dezimiert, sodass selbst die geschwächten Truppen im Lager bestehen konnten.

Dennoch verging kein Tag, an welchem man nicht damit rechnete, sofort überrannt zu werden. Die Untoten waren zahlenmäßig weit überlegen und auch, wenn sie sich dem Lager eine ganze Zeit lang nicht nährten, so sah man immer wieder untote Tiere am Rande des Verteidigungsrings. Der Anführer der Nekromanten war kein Narr, der zum blinden Sturmangriff ansetzte. Er spionierte sie aus. Die Anspannung wuchs.

Besonders, als man über die eigenen Magier herausfand, wo die Anführer des Kults ihre Basis hatten; in einer abgestürzten Nekropole nördlich des Lagers, nahe von Zul'Drak... umgeben von hunderten Untoten.

Die gnomischen Forscher innerhalb der eigenen Reihen bieteten jedoch eine Lösung. Ursprünglich waren sie mit nach Nordend, um eine alte Ruine der Titanen in den Grizzlyhügeln zu erkunden. In der Hoffnung, dort vielleicht auch etwas wie eine Waffe zu finden, machten sie sich auf.

Die Truppe verteidigte die forschenden Gnome gegen die mechanischen Konstrukte, Runengolems, während diese die Titanenruine untersuchten. Sie fanden viele Gegenstände in ihrem Interesse, leider keine geeignete Waffe.

Dafür jedoch war man in der Lage, die ausgeschalteten und beschädigten Golems zu reparieren und mithilfe der Gnomentechnik zu sabotieren, sodass sie den Befehlen der Allianz unterworfen waren. Und diese Golems sollten schließlich der Schlüssel zur Niederlage des Kults sein.

Die Zeit wurde knapp. Die Truppe rückte schließlich nach Norden aus, um die Anführer der Untoten innerhalb der abgestürzten Nekropole zu töten. Die Golems bildeten einen Kreis um sie und setzten zum Sturmangriff an. Die Armee aus hunderten von Untoten wurde unter der Wucht der Konstrukte, deren Kreis sich immer enger zusammenzog, einfach zermalmt, auch wenn ein paar ab und an auch von den Guhlen zu Boden gerissen wurden.

Ein Runengolem

In der Deckung der Golems rückte die Truppe zur Nekropole vor. Nachdem die Magier den Schutzzauber, der sie umgeben hat, gebannt haben, drangen die Kämpfer in die Ruine hinein und kämpften sich ihren Weg durch zahllose Untote nach oben, bis sie schließlich auf die Nekromanten stoßen. Ein langer, müßiger Kampf... doch letztendlich fielen sie. Und mit ihnen schließlich alle Untoten unten vor der Nekropole.

Zeitgleich fand ein Angriff der Untoten selbst auf das Lager der Westfallbrigade statt. Der Verteidigungsring erfüllte seinen Zweck und hielt den Großteil vom Lager selbst zum Preis seiner Zerstörung ab. Das Lager wurde verwüstet und es kostete etliche Opfer. Doch die Soldaten hatten letztendlich überlebt.

Die Truppe unter Kommandant Arcados wurde wieder abgezogen, die Einheit der Westfallbrigade durch eine andere ausgetauscht und das Lager selbst wieder repariert.

Der Argentumkreuzzug hat seine Posten in Zul'Drak erfolgreich verteidigt. Man geht davon aus, dass die Gefahr damit gebannt wurde... vorerst. Den auch, wenn der Lich besiegt wurde, fehlte von seinem Phylakterium fehlte jede Spur...