Ritter der Silbernen Hand

Die Silberne Hand (oder Ritter der Silbernen Hand, Orden der Silbernen Hand) war ein Paladinorden, gegründet nach den Ereignissen des Ersten Krieges durch Erzbischof Alonsus Faol. Im Zuge des Dritten Krieges und der Seuche des Untodes in Lordaeron wurde der Orden zerschlagen und sein Anführer, Uther der Lichtbringer, von seinem Schüler Arthas Menethil ermordet.

Jüngst hat Tirion Fordring das Kommando über Überreste des Ordens übernommen, ihn reorganisiert und mit der Argentumdämmerung zum Argentumkreuzzug vereinigt, um sich dem Lichkönig Arthas in Nordend zu stellen.

Die Paladine Sturmwinds und Eisenschmiedes, die sich nicht dem Argentumkreuzzug angeschlossen haben, verblieben in dem Teil der Silbernen Hand, welche nach wie vor der Kirche des Lichts zugehörig ist.

 

Geschichte

Die Gründung der Silbernen Hand

Nachdem mit der Zerstörung Sturmwinds auch der Orden der Kleriker von Nordhain vernichtet wurde, beschloss Erzbischof Faol in Lordaeron einen neuen Orden zu gründen. Es erschien ihm sinnig, dass einige Offiziere für Lothars Armee aus den Reihen der Kirche stammen sollten, anstatt diesem oder jenem König zugehörig zu sein. Er warb Ritter und ehemalige Kleriker an um sie sowohl das Kriegshandwerk als auch den Pfad des Lichts zu lehren. In der Alonsuskapelle in Stratholme wurde Uther Lichtbringer zum ersten Paladin des Ordens ernannt. Ihm folgten Saidan Dathrohan, Tirion Fordring, Turalyon und Gavinrad der Schreckliche.

Das Urteil über die ersten Paladine seitens Lothars und Khadgars fiel allerdings sehr gemischt aus. So erachteten sie Uther zwar als fähigen Kämpfer aber als zu fromm, um die Paladine anzuführen und sich auch zu weniger ehrbaren Kriegshandlungen herabzulassen, die laut Lothar gegen die Orcs nötig waren. Eine ähnliches Urteil fiel für Tirion Fordring und Saidan Dathrohan. Khadgar zufolge hatten die neuen Paladine ohnehin nicht genug Vorbereitungszeit, um von einem effektiven Nutzen zu sein. Einzig Turalyon erhielt ein positiveres Urteil.

 

 

Der zweite Krieg

Im Vorgebirge des Hügellandes kam es dann auch zu ersten Gefechten mit den Orcs, welche über den Seeweg nach Lordaeron gekommen waren. Nach einer zweistündigen Schlacht zogen sich die Orcs in Richtung des Hinterlandes zurück, die Truppen der Allianz waren aber ebenfalls geschächt und so verfolgte man die Horde (vorerst) nicht. Nach Orgrim Schicksalshammers Abbruch der Belagerung der Stadt Lordaeron, bedingt durch Gul'dans Verrat, kümmerte sich die Silberne Hand unter Uther um die Säuberung Lordaerons und stieß anschließend zu den Truppen Lothars und Turalyons, welche die Horde bis zur Schwarzfelsspitze verfolgt hatten.

Zeitweilig wurden die Paladine der Silbernen Hand nach dem Zweiten Krieg zu Wachtätigkeiten herangezogen, so im Fall der Verhandlungen über die sogenannte "Alterac-Krise", bei welchen sie ein Auge darauf haben sollten, dass die Monarchen der Allianz von Lordaeron nicht mit Schwert und Schild übereinander herfallen sollten. Dies gehörte üblicherweise nicht zu ihren Tätigkeiten, aber in diesem Fall zählte man auf die vertrauenswürdigen Streiter ganz besonders. Andere Mitglieder der Silbernen Hand, darunter auch Uther, kümmerten sich um die Bedürftigen und spendeten Segen und boten Hilfestellung an.

 

 

Der Dritte Krieg und seine Folgen

Das Auftreten der Seuche in Lordaeron markierte für den Orden den Beginn einer düsteren und beschwerlichen Zeit. Einer der ihren, Prinz Arthas, kehrte dem Orden den Rücken um sich voll und ganz seiner Rache hingeben zu können. Arthas verfiel dem Übel, das er jagte und wurde zu einem Todesritter im Dienste des Lichkönigs. Trotz der Tatsache, dass Arthas bereits vor Stratholme den Orden nominell aufgelöst hatte, lösten sich die Paladine natürlich kaum in Luft auf. Nach Terenas' Tod untersuchten sie die Ruinen Andorhals, wo sich Kel'Thuzads Leichnam noch immer befand.

 

 

Nach dem dritten Krieg

Ehemals das höchste erstrebenswerte Ziel eines jeden Mannes, fühlten sich die Paladine beschämt durch die Tatsache dass einer der ihren für ihren Niedergang verantwortlich war und sie unfähig waren, Arthas aufzuhalten. Einige Paladine wurden im Wirren des Dritten Krieges besessen davon, die Geißel auszurotten und umso fanatischer. Dies führte zur Gründung des Scharlachroten Kreuzzuges, welcher versuchte Lordaeron von seiner Seuche zu befreien. Eine gemässigtere Variante spaltete sich ebenso ab und gründete die Argentumdämmerung. Wieder andere reisten mit Jaina Prachtmeer nach Kalimdor oder sind in Sturmwind und Eisenschmiede bei der Kirche des Lichts geblieben.

Der Argentumkreuzzug

Hochlord Tirion Fordring vereinte die Argentumdämmerung und den Orden der Silbernen Hand nach der gewonnen Schlacht um die Kapelle des hoffnungsvollen Lichts zum Argentumkreuzzug, um dem Lichkönig Arthas die Stirn zu bieten. Dennoch haben sich nicht alle Paladine dem Kreuzzug angeschlossen und sind dort verblieben.

Die Paladine, welche bei der Allianz und der Kirche des Heiligen Lichts verblieben sind, sind nach wie vor Ritter der Silbernen Hand. Damit bleibt der Orden, wenn auch ohne richtige Struktur und Führung, nach wie vor bestehen.

Die Silberne Hand gegen die Brennende Legion

Als sich im Jahre 32 das Grabmal des Sargeras öffnete und die Brennende Legion erneut eine Invasion auf Azeroth begann, führten neben der Horde und der Allianz auch die Streitkräfte des Argentumkreuzzuges einen Angriff auf die Verheerten Inseln durch. Doch auch ihre Truppen wurden vernichtend geschlagen und Hochlord Tirion Fordring ließ dabei sein Leben.

Lord Maxwell Tyrosus unternahm eine Mission zur Bergung des Aschenbringers, welchen er zur Kapelle des Hoffnungsvollen Lichtes in den Östlichen Pestländern brachte. Um gegen die Brennende Legion zu bestehen rief er erneut den Orden der Silbernen Hand unter einem neuen Hochlord zusammen. Diesem Bündnis schlossen sich nicht nur die Reste der wahrhaftigen Silbernen Hand, den Paladinen der Kirche des Lichts sowie jene des Argentumkreuzzuges an, sondern auch die Hand von Argus, der Blutritterorden und der Orden der Sonnenläufer.

Verhaltenskodex der Silbernen Hand (Auszug)

  • Ein Paladin respektiert und erkennt legitime Autoritäten über sich sowie deren Gesetze und Ansichten an.

 

  • Ein Paladin handelt mit Ehre. Er bricht nie sein Wort, lässt sich nie zur Lüge verleiten, maßt sich nie an zu Betrügen und streitet nie mit unlauten Mitteln für seine Sache.

 

  • Ein Paladin hilft immer jenen in Not, solange diese keine bösen oder chaotischen Absichten verfolgen.

 

  • Ein Paladin straft jene, welche den Unschuldigen Schaden zufügen oder sie bedrohen.

 

  • Ein Paladin wird niemals mit jenen paktieren, welche sich dem Bösen verschrieben haben.

 

  • Ein Paladin lehnt der Gesellschaft jener ab, welche die Philosophie der Lehren des Lichtes, seine Ethik und seinen Glauben beleidigen, darüber spotten oder dagegen verstoßen.

 

  • Ein Paladin akzeptiert nur Handlanger, Anhänger oder Kohorten mit aufrichtiger, redlicher Gesinnung als die seinen.

 

  • Ein Paladin darf, auch wenn es verpönt ist, in Ausnahmesituationen kodexwidrig handeln, wenn es dem höheren Wohl dient. Doch er darf sich niemals wissend für eine böse oder ungerechte Sache einsetzen. 

 

 

Quelle:  World of Warcraft: The Roleplaying Game, 80