Chronik des Ordens

Nach der offiziellen Timeline (UVG)

Der Orden der Klingen Tyrs ist mit seinem nunmehr knapp vierjährigen Bestehen noch eine recht junge Gemeinschaft, die gleichsam von einer noch jungen Leitung geführt wird. Diese manövrierte den Orden bereits durch viele Herausforderungen unterschiedlichster Arten.

Jahr 28

((Ab März 2012))

Gegründet, um als Teil des Sturmwinder Klerus vorrangig den Bewohnern des Königreiches beizustehen, fanden sich die Brüder und Schwestern von Beginn an zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Nicht nur der Vertrauensverlust, welcher manch Gläubigen nach dem Verschwinden des einstigen Erzbischofs Benedictus befiel, sondern auch Kriminalität, Gewalt, Armut und durch unzählige Kriege verrohte Seelen forderten von den Dienern des Lichts ein Handeln, das die Kapazitäten des Ordens seit jeher vollkommen forderte. Doch in den Mitgliedern des Ordens fanden diese Sorgen und Nöte einen tatkräftigen Widerstand.

Bereits seit seiner Gründung setzen sich die Brüder und Schwestern für wohltätige Zwecke ein, dienen als Seelsorger und Ansprechpartner für persönliche Nöte, vermitteln und schlichten in Streitfällen und arbeiten eng mit allen offiziellen Institutionen des Reiches zusammen, um zu einem friedlichen, gerechten und sicheren Sturmwind beizutragen.

Doch auch die Nöte alliierter Völker blieben nicht unerhört. Und so beteiligte sich der Orden vor zwei Jahren auf Befehl der Obrigkeit als Teil der Allianz an einem Feldzug mit dem Ziel, einen Teil des von den Verlassenen verheerten Gilneas wieder unter die Kontrolle der Allianz zu bringen oder zumindest einen Brückenkopf für weitere Unternehmungen zu etablieren. Auch wenn das Vorhaben gegen eine schiere Übermacht an Feinden scheiterte, so führte die Großmeisterin des Ordens doch einen großen Teil der Streitmacht, aus Mangel an offiziellen Ressourcen hauptsächlich bestehend aus Freischärlern und Söldnern, sicher wieder in die Heimat. Und obgleich das Endziel der Unternehmung nicht erreicht werden konnte, setzte dieses Bemühen ein deutliches Zeichen für die Solidarität zwischen dem Orden, in dem sich viele gebürtige Lordaeroner befinden, und dem gilnearischen Volk.

Vor dieser Mission und im besonderen im Anschluss daran, als der Orden der Klingen Tyrs zurück nach Sturmwind kehrte, beschloss Großmeisterin Arcados, sich für die gesundheitliche Versorgung der Stadt Sturmwind einzusetzen, nachdem sie in diesem Punkt einen durch wachsende Kriminalität gesteigerten Bedarf an Heilern und medizinischer Versorgung erkannte. So ließen die Heiler des Ordens gemeinsam mit einigen Ärzten der Stadt innerhalb der Räumlichkeiten der Kathedrale ein einst bestehendes Lazarett wieder aufleben. Übergangsweise wurde der Engpass in der medizinischen Versorgung so beseitigt, bis ein von den Ärzten errichtetes Ärztehaus zusätzlich zu den bislang praktizierenden Heilern fortan für die gesundheitlichen Bedürfnisse Sorge trug. Auf diese Weise konnten zahlreiche Krankheiten geheilt, zahlreiche Leiden gestillt und zahlreiche Leben gerettet werden.

Jahr 29

((2013))

Obgleich der Orden mit der Ausbildung immer neuer Novizen und Knappen, der Verbreitung des Glaubens und der Lehren des Lichts, der Seelsorge und dem Kampf gegen Leid bringende Nethermanten und Schattenpriester sowie deren Enttarnung mehr als ausgelastet schien, gelang es den Brüdern und Schwestern immer wieder, auch weitere Wege zu finden, um ihrer Pflicht zur Verteidigung des Reiches gegen äußere Bedrohungen gerecht zu werden.

Weitere Feldzüge folgten. Eine Mission führte den Orden nach Nordend, als dem Oberkommando zu Sturmwind bekannt wurde, dass von einem Außenposten der Allianz in den Grizzlyhügeln seit einiger Zeit keinerlei Meldung mehr an die umliegenden Posten und Stützpunkte erging und eine Aktivität von nach dem Fall des Lichkönigs verbliebenden Kultisten in dieser Region vermutet wurde. Als für den Kampf gegen Nekromanten geradezu prädestiniert wurde der Orden gemeinsam mit einer Militäreinheit aus Sturmwind und einem Forschungstrupp aus Gnomeregan, der in der Nähe einige Forschungen durchzuführen gedachte, entsandt, um für Aufklärung und Beseitigung einer etwaigen Bedrohung zu sorgen. Die Truppe aus Menschen und Gnomen stieß auf einen Kult von Nekromanten, welcher nach einer erbitterten Schlacht besiegt werden konnte.

Im Anschluss nahm der Orden zusammen mit dem Haus Löwenstein den Kampf gegen den neuerlich erschienenen "Rabenfürsten" auf; jener teuflische Hexenmeister, der aus dem verlorenen Hause Serdan stammt, dem Königreich nichts anderes als Übel und die Diener des Lichts mit einem pervertierten Turnier verhöhnen wollte. Doch die Streiter des Ordens und die Armeen Löwensteins vernichteten sein Anwesen sowie sein trügerisches Ebenbild Luke Anderson. Der wahre Rabenfürst, Theoron von Serdan, entging der Gerechtigkeit des Lichts jedoch und setzte seine Machenschaften fort. So setzte sich die Jagd auf ihn fort.

Jahr 30

((2013-14))

Eine weitere Mission und bislang wohl das größte Unternehmen des Ordens führte die Brüder und Schwestern in die fremden Gestade Durotars, als alle verfügbaren Kräfte für die Belagerung der feindlichen Hauptstadt Orgrimmar benötigt wurden. Bereits vor dem Großangriff der vereinten Truppen von Allianz und Rebellen der Horde wurde der Orden an der Seite einer militärischen Infanterieeinheit nach Durotar gesandt, um das diplomatische Verhältnis zu den dortigen Rebellen zu verbessern und des Weiteren auch Informationen über das Umland und insbesondere den Küstenstreifen Durotars zu sammeln. Nachdem dies erfolgt war, unterstützte der Orden zusammen mit der 53. Kompanie der Sturmwinder Armee die Großoffensive auf den Hafen von Orgrimmar von Land aus, indem sie half, einige Türme und Geschützstellungen der Kor'kron auszuschalten, die den nahenden Kriegsschiffen stark zusetzten. Im Nachgang zur Schlacht, wenngleich selbst verletzt, erschöpft und ausgebrannt, halfen die Kleriker, ganz gleich ob geweihte Priester und Paladine oder Knappen und Novizen, bei der Versorgung der Verletzten und der Bergung der Verstorbenen aus den Trümmern des Hafens und den Fluten des Meeres. Und bereits wenige Tage später unterstützten die noch kampffähigen unter den Brüdern und Schwestern den Vormarsch in Richtung des Haupttores Orgrimmars, wo sich die Streitmächte von Allianz, Blutelfen und - den ungeliebten und so verachteten - Verlassenen sich mit der Dunkelspeeroffensive Vol'jins zur folgenden Belagerung der Hauptstadt vereinigen sollten.

Die Durotar-Mission sollte bislang sowohl die größte und erfolgreichste Unternehmung sein, an der der Orden der Klingen Tyrs einen Anteil hatte, doch ebenso auch jene, die die meisten Opfer forderte. Und so wurde dieses glorreiche Kapitel in der Geschichte der Allianz gleichsam eines, das im Geiste der Brüder und Schwestern als ambivalente Erinnerung zwischen Sieg und Verlust verblieb.

Und obgleich die Schrecken der Schlachten und Kriege für jeden Gläubigen immer wieder eine Prüfung von kaum fassbarer Härte darstellen, so waren sie längst nicht die einzigen, denen sich die Gemeinschaft stellen musste. Auch vor Winkelzügen und Intrigen sollte der Orden, wie so viele bedeutende Gemeinschaften in Sturmwind, nicht verschont bleiben. Und so begab es sich, dass sich die Brüder und Schwestern auch so manchen Prüfungen gegenüber sahen, die sie niemals für möglich gehalten hätten. Großmeisterin Arcados, seit jeher auf die Integrität der Kirche bedacht, hatte sich mit ihrer kritischen Haltung bei auf Abwegen geratenen Klerikern Feinde gemacht. Sehr zum Leidwesen des Klerus der Kirche des Heiligen Lichts ersannen die Feinde des Ordens einen Plan, um diesen ein für allemal in Misskredit zu führen. Neben einigen Gerüchten über unterlassene Hilfeleistung einiger Mitglieder und weiterer übler Nachrede wurde der Stadtwache Sturmwinds zugetragen, Großmeisterin Arcados habe einen Mord begangen. Öffentlich wurde die Großmeisterin bei ihrer Verhaftung während einer klerikalen Versammlung angeprangert und diffamiert. Lady Arcados, die noch immer auf die Wahrheit und Gerechtigkeit vertraute, ließ sich ohne Gegenwehr abführen, musste jedoch einige Zeit warten, bis das gegen sie und den Orden gerichtete Komplott vollständig aufgedeckt worden war und sie und ihr Ruf vollständig rehabilitiert wurden. Dass dies geschah, verdankt der Orden nicht zuletzt der Integrität und Unbestechlichkeit der Sturmwinder Stadtwache und den vielen Freunden und Bekannten, die selbst in den schwersten Stunden für den Orden eintraten.

Insbesondere dieses Erlebnis trug zu der tiefen Verbundenheit bei, die der Orden der Klingen Tyrs mit dem Reich Sturmwind, seiner Majestät Varian Wrynn und den Institutionen der Allianz empfindet und festigte das stille Versprechen sowohl der Großmeisterin als auch ihres Gatten, die Belange und Bedürfnisse Sturmwinds und seiner Bewohner stets mit ganz besonderer Hingabe anzugehen.

Jahr 31

((2015))

Als die Eiserne Horde durch das rote Dunkle Portal in die Verwüsteten Lande einmarschierte und Burg Nethergarde zerstörte, schloss sich der Orden der Klingen Tyrs der königlichen Armee von Sturmwind zur Verteidigung gegen die Invasoren an. Innerhalb des Regiments Eisenbruch schlugen sie von den Küsten der Sümpfe des Elends eine Bresche durch den Eisernen Marsch und schlugen ihn letztendlich wieder bis in die Verwüsteten Lande zurück, wo sie sich von dort an an der Rückeroberung der Ruinen von Nethergarde beteiligten.

 

Als der Eiserne Marsch schließlich vollständig zurückgeschlagen war und die Allianz mit der Garnison Mondsturz, der Stadt Sturmschild und den verbündeten, einheimischen Draenei schließlich einen festen Fuß auf dem alternativen Draenor hatten, zog das Regiment Eisenbruch - und mit ihm wieder der Orden der Klingen Tyrs - in das fremde Land. In Gorgrond bekämpften sie nicht nur die Eiserne Horde und ebneten einem Schlachtzug den vereinten Streitkräften der Allianz einen Weg zur Schwarzfelsgießerei, dem Logistikzentrum der Eisernen Horde, sondern erwehrten sich auch erfolgreich der urtümlichen Botani, der zerstörerischen Steinriesen, Saberon und Oger. Dabei konnten sie auch die Überlebenden der verschollenen 44. Kompanie retten.

Wird fortgesetzt...